Zu viele Medikamente für Senioren

Eine Studie der Universität Bochum an 2.500 Patienten über 70 ergab, dass im Durchschnitt jeder Patient 6 Medikamentensorten regelmäßig einnimmt. 10 oder mehr Tabletten pro Tag sind daher keine Seltenheit. Der Spitzenreiter der Studie nahm sogar 26 verschiedene

Medikamente

Präparate gleichzeitig ein. Eine Tendenz, mit zunehmendem Alter mehr Pillen schlucken zu müssen, ist hier durchaus erkennbar.

Die Behandlung mit mehreren Medikamenten ist meist gut gemeint, denn viele Senioren leiden auch unter mehreren Erkrankungen. Dennoch werden diese zumeist nicht aufeinander abgestimmt. Sehr oft heben die Wirkstoffe ihre Wirkung gegenseitig auf oder rufen Wechselwirkungen hervor, die oft mit weiteren Arzneien behandelt werden.

Daher haben die Forscher jetzt eine Liste mit 131 häufig angewandten Medikamenten geschrieben, welche sie in 3 Kategorien einteilten: Für Ältere unbedenklich, für Ältere nicht geeignet und für Ältere nur unter Vorbehalt zu empfehlen. Erstaunlich dabei war, dass 82 Arzneistoffe in der Kategorie „nicht geeignet“ eingestuft wurden.

Lediglich 26 Medikamente wurden dem Bereich „unbedenklich“ zugeordnet. Daher schlugen die Forscher auch gleich Alternativpräparate zu den jeweiligen Heilmitteln vor, um den Ärzten ein Umdenken, für das sie sehr stark plädieren, bei älteren Patienten zu erleichtern.

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