Welche Symptome treten auf?
Altersdepressionen sind tückisch, denn sie äußern sich anfangs nur durch körperliche Beschwerden, die meist nicht gleich als Depressionsanzeichen erkannt werden und zudem teilweise denen einer Demenz ähneln. Dazu gehören zum Beispiel: Gedächtnis- und/ oder Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Schwindelgefühle, starkes Schwitzen. Aufgrund dieser allgemeinen Beschwerden ist oft sogar für Ärzte und Experten nicht ganz einfach die Diagnose Altersdepression zu stellen. Meist kommt es erst zu einer sicheren Diagnose, wenn der Patient über einen längeren Zeitraum Niedergeschlagenheit empfindet und sich immer mehr zurückzieht.
Was unterscheidet Depressionen von normaler Trauer?
Traurigkeit gehört zum Leben dazu und tritt besonders dann auf, wenn ein geliebter und geschätzter Mensch stirbt. Dann gehört Trauer mit zum Leben und hilft dabei den Verlust zu verarbeiten. Allerdings muss zwischen einer normalen Trauerreaktion und grundloser Traurigkeit über einen längeren Zeitraum unterschieden werden. Vor allem bei alleinstehenden einsamen Senioren besteht die Gefahr, dass ein Trauerprozess im schlimmsten Fall auch in einer Altersdepression enden kann.
Wie oft tritt die Erkrankung auf?
Viele Senioren empfinden die genannten Krankheitssymptome als unbehandelbare Alterserscheinungen und kommen gar nicht auf den Gedanken damit zum Arzt zu gehen. Dabei leiden zehn bis fünfzehn Prozent der über fünfundsechzig Jährigen unter den Anzeichen einer depressiven Verstimmung. Bei Altersgenossen, die in einem Pflegeheim leben, sind es sogar fast vierzig Prozent.
Wen betrifft die Altersdepression?
Frauen neigen eher zu Altersdepressionen als Männer. Grundsätzlich gilt: alle älteren Menschen, die einen schweren Verlust zu verkraften haben, einsam sind, unter Armut, Hoffnungslosigkeit oder Mangelernährung leiden, sind besonders anfällig. Denn alle diese Lebensumstände führen zu chronischem Stress, der wiederum als Auslöser für Depressionen aller Art fungiert.
Welche Heilungsmöglichkeiten gibt es?
Zu den wichtigsten gehört die Lichttherapie, die zum Beispiel durch Spaziergänge oder Urlaub im Süden noch gesteigert werden kann. Zusätzlich wird meist das Schlafverhalten untersucht und je nach Diagnose angepasst. In einigen Fällen kann schon ein kontrollierter Schlagmangel die Symptome deutlich bessern.
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